Die Philippinen - Als Magellanes im Jahre 1521 auf der Insel Homahon landete, nahm er diese im Namen König Philipps II in Besitz und nannte sie Felipinas - die Philippinen. Wie wenig wusste er damals von den Reichtümern dieser noch unerforschten traumhaften Inseln. Er hatte auch keine Ahnung von den spektakulären Sonnenuntergängen und dem gemässigten Klima, welches ein so warmherziges und freundliches Volk hervorgebracht hat, das später in der ganzen Welt wegen seiner liebenswürdigen Gastfreundschaft bekannt werden sollte.
Als die zweite Welle von spanischen Konquistadoren landete, um das Land zu kolonialisieren und zu konvertieren, fanden sie gut entwickelte Siedlungen vor, und Inselbewohner, die bereits seit einiger Zeit Handel mit Chinesen, Arabern und anderen islamischen Seefahrern trieb. Die Spanier erkannten das Potential dieser strategisch so gut gelegenen Inseln und errichteten 1571 in Manila eine Kolonialregierung, von wo aus sie das Land und den Galleonen Handel fast 333 Jahre lang beherrschten. Nach verschiedenen Revolutionen konnten die Philippinen am 12. Juni 1898 ihre Unabhängigkeit erklären.
 
Land und Leute - Die Philippinen liegen in Süd-Ost-Asien, nördlich des Äquators und 160 km südlich von Taiwan. Die Landfläche beträgt 299.404 qkm. Insgesamt zählen zu den Philippinen 7.107 Inseln wovon etwa 2.000 bewohnt sind.
Die Philippinen lassen sich in drei grössere Inselgruppen einteilen: Luzon im Norden, Mindanao im Süden und die Visayas in der Mitte. Über 2.500 Inseln sind namentlich nicht erfasst.
 
Rund 90 Prozent der Bevölkerung gehören einer christlichen Glaubensgemeinschaft an, mehr als 80 Prozent aller Filipinos sind katholisch. Die Mischung der tiefen Religiosität der Spanier mit dem ursprünglichen Animismus der Filipinos zeigt sich heutzutage in den leidenschaftlichen religiösen Festen. Die demokratische Regierungsform und die Vorliebe für die englische Sprache lässt sich auf die Jahre unter amerikanischer Vorherrschaft zurück zu führen.
Sprache - Tagalog ist die Landessprache, die hauptsächlich in Manila und im nördlichen Landesteil gesprochen wird. Auf den zentralen philippinischen Inseln (Visayas) und auf Mindanao ist Cebuano weit verbreitet. Insegesamt werden landesweit mehr als 100 verschiedene Dialekte resp. Sprachen gezählt. Mit Englisch, das im Geschäftsleben weit verbreitet ist, kann man sich im Land gut verständigen.
 
Das Klima ist tropisch. Man unterscheidet die Regenzeit (Juli bis November), die kühle Trockenzeit (Dezember bis Februar) und die heisse Trockenzeit (März bis Juni). Die Temperaturen liegen bei ca. 25 bis 40 Grad Celcius. Der durchschnittliche Feuchtigkeitsgrad beträgt 77%.
 
Zeitverschiebung - Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +7 Stunden; während der europäischen Sommerzeit +6 Stunden.
 
Stromversorgung - 220 Volt, 60 Hertz
 
Währung, Wechsel und Kreditkarten - Die offizielle Bezeichnung für die philippinische Währungseinheit ist Piso; landesüblich spricht aber jeder von Peso, der sich in 100 Centavos einteilen lässt. Den besten Kurs zum Wechseln von Euro, Dollar, Schweizer Franken etc. erhält man in sogenannten offiziellen Wechselstuben. US Traveller Checks werden ebenfalls akzeptiert, jedoch zu einem geringfügig tieferen Kurs. Vielerorts werden auch die handelsüblichen Kreditkarten, wie Mastercard, Visa, American Express akzeptiert. Auch der Bezug von Bargeld mittlels Kreditkarten stellt in den grossen Städten kein Problem dar; allerdings gegen die übliche Kommission von 3 bis 5%.
 
Gesundheit - Vor einer Reise sollte man rechtzeitig Vorsorgemassnahmen treffen, damit der Urlaub zu dem Urlaub wird, den man sich vorstellt. Eine vernünftig ausgestattete Reiseapotheke ( wenigstens Medikamente gegen Durchfall, Fieber, Schmerzen sowie Verbandstoff, Pflaster, Wunddesinfektion) und Erste Hilfe Kenntnisse sind durchaus zu empfehlen. Impfungen gegen entsprechende Erkrankungen im Urlaubsland, zum Beispiel die Impfungen gegen Typhus, Hepatitis A oder Hepatitis B sind bei einem Facharzt abzuklären. Nicht zu vergessen sind auch die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Kinderlähmung.
 
Malaria Vorkommen - ganzjährig, unterschiedliches Risiko in den einzelnen Landesteilen
mittleres Risiko in ländlichen Gebieten unterhalb 600 m folgender Regionen/Inseln: Osten von Luzon, Teile von Mindanao, Palawan, Samar, Sulu-Archipel, Mindoro Occidental
geringes Risiko in den übrigen Landesteilen bzw. Inseln sowie in Höhenlagen über 600 m
malariafrei sind die Stadtgebiete sowie die Inseln Bohol, Catanduanes und Cebu
 
Einreisebestimmungen - Besucher mit einem gültigen Reisepass, der ab Einreisedatum noch mindestens 6 Monate gültig ist, können ohne Visum einreisen und 21 Tage lang im Land bleiben, vorausgesetzt, dass sie über ein gültiges Ticket für den Rück- resp. Weiterflug verfügen. Ein 59 Tage Visum ist im Land (Immigration Office) oder auch in den Botschaften gegen Entgelt (ca. 40 Euro) erhältlich. Visa und Einreisegenehmigungen können an jeder Philippinischen Botschaft oder an den jeweiligen Konsulaten erhalten werden.
 
Handel mit bedrohten Tierarten - Setze Prioritäten für das Leben. Vermeide den Kauf jeglicher Tierarten wie z.B. die Riesenmuscheln. Sie unterliegen nach Philippinischem Recht einem strengen Exportverbot und Du vermeidest auch Unanehmlichkeiten bei der Einreise in Deine Heimat.